LTE in der Schweiz geht nur schleppend voran

Die neue Mobilfunktechnologie LTE (Long Term Evolution) ist in der Schweiz ein Zukunftsthema: Zunächst einmal werden im ersten Quartal 2012 die Mobilfunkfrequenzen versteigert.

Bis dahin halten sich die Netzbetreiber beim Thema LTE mit Ankündigungen zurück – und rüsten einstweilen ihre UMTS-Netze mit HSPA und HSPA+ auf. Auch welche Frequenzen für LTE genutzt werden ist noch unklar.  Klar ist nur eins: Billig wird es nicht. Ein flächendeckender Ausbau mit LTE werde pro Mobilfunkbetreiber rund eine Milliarde Franken kosten, so das Wirtschaftsblatt „Handelszeitung“.

Swisscom: Basisstationen als Glasfasernetz

Ab April 2010 testete der größte Netzanbieter der Schweiz, die Swisscom, den neuen Mobilfunkstandards LTE, im Oktober vermeldete man Erfolge: Das Versuchs-Netz laufe stabil, auch bei mobilen Anwendungen wie beispielsweise im Auto. Man habe Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beim Herunterladen (Download) erreicht.

Die Swisscom hatte im Dezember 2009 ihre Wimax-Lizenz zurückgegeben, um sich vollständig auf den Ausbau von LTE zu konzentrieren. Seit 2010 schließt man die Basisstationen schrittweise ans Glasfasernetz der Swisscom an, Mitte 2010 waren erst ein Drittel so ans Glasfasernetz angebunden, so schreibt das Wirtschaftsblatt „Handelszeitung“.

Orange und Sunrise: Erst einmal abwarten

Sunrise will demzufolge etwa ab 2012 an ausgewählten Standorten in LTE investieren – und bis dahin erst einmal abwarten, welche Funkfrequenzen man bekommt.

Auch Orange hat den LTE-Ausbau erst einmal nicht ganz oben auf der Handlungsliste; immerhin testet man zusammen mit dem französischen Mutterunternehmen die Technik schon seit 2009. Doch einen genauen Termin für den Start des LTE-Ausbaus will Orange bislang nicht nennen.