Surfstick

Ein Surfstick ist ein Funkmodem, also eine kleine Sendestation zum Empfangen und Senden von Daten per Funk. Es wird am USB-Steckplatz eines Computers angeschlossen.

Um das Mobilfunknetz eines Operators – also von Swisscom, Sunrise oder Orange – zu nutzen, braucht man eine Sim-Karte des entsprechenden Netzbetreibers.

Diese Sim-Karte wird in den Surfstick hineingelegt. Einige Surfsticks bieten darüber hinaus noch einen Einsteckplatz für eine Micro-SD-Karte, mit dieser kann man den Surfstick zu einem Speicherstick aufrüsten.

Einstöpseln und Loslegen: Die Verbindungsmanager

Mit der Sim-Karte weist sich der Benutzer als zugangsberechtigt bei dem entsprechenden Mobilfunknetz aus. Surfsticks werden meist zusammen mit einem Abo verkauft, sie sind dann deutlich billiger zu haben.

Wird der Stick ohne Abo und Sim-Karte gekauft, lohnt sich ein Preisvergleich der Internetläden, welche diese Sticks anbieten. Allerdings muss man im freien Einkauf –insbesondere wenn man außerhalb der Schweiz kauft – darauf achten, dass der Stick die  Funkfrequenzen beherrscht, auf welchen die Schweizer Mobilfunkbetreiber senden.

Den Strom bekommt der Surfstick aus dem USB-Anschluss am Notebook oder PC. Nach dem Einstecken startet die Installationssoftware automatisch, dieses Verfahren wird in Datenblättern zu Surfsticks mit dem englischen Ausdruck „Plug & Play“ bezeichnet. Der Stick überträgt dabei Treiber und einen Verbindungsmanager auf den Rechner.

Mit dem Verbindungsmanager steuert man dann die Verbindung. In der Regel haben die Sticks, die man bei einem Netzbetreiber kauft, einen Verbindungsmanager dieses Betreibers, bei der Swisscom ist das der Unlimited Data Manager, bei Orange der Internet Everywhere in einer Schweizer Version. Bei Sunrise kommen teils angepasste teils originale Manager des Stickherstellers zum Einsatz. Auf der Webseite der Netzbetreiber gibt es die Software zu den dort verkauften Surfsticks auch zum Herunterladen.

Wird der Stick in einem Online-Laden neu gekauft, ist die Software des Stick-Herstellers auf dem Stick gespeichert. Bei Sticks, die man gebraucht kauft, sollte man sich vorher vergewissern, welche Software für den Stick vorhanden ist und ob diese in dem Mobilfunknetz genutzt werden kann, für das man ein Abo oder einen Prepaid-Tarif hat.

Welche Frequenzen man am Surfstick braucht

Surfsticks können eine Vielzahl von verschiedenen Funktechniken nutzen. In GSM-Netzen der zweiten Mobilfunkgeneration beherrschen Sticks die Datenfunktechniken GPRS und EDGE. Wichtig ist für GSM-Netze die Frage der Frequenzausstattung, wenn man den Stick auch auf einer Auslandsreise nutzen will: Auf dem amerikanischen Kontinent werden in Mobilfunknetzen der zweiten Generation die Bereiche um 850 sowie 1900 MHz genutzt, in Europa, Asien und Australien funkt man in 2G-Netzen auf 900 sowie 1800 MHz. Mit einem Surfstick, der auf allen vier Frequenzbereichen funkt, ist man auf der sicheren Seite und kann zumindest die GSM-Netze international nutzen. Zeitgenössische Surfsticks, die in der Schweiz verkauft werden, bieten oft diese vier Frequenzen, sie sind an dem Zusatz „Quadband“ zu erkennen.

Bei UMTS finden wir die Bezeichnung  Dualband für 900 und 2100 Megahertz und Triband für die Frequenzen 900, 1900 und 2100 Megahertz. Mit solchen Sticks kann man  in den meisten europäischen Ländern die UMTS-Netze nutzen.  Will man nach Übersee, empfiehlt sich ein Stick der auch 850 Megahertz beherrscht. In der Schweiz sind die UMTS-Netze der dritten Generation ausgebaut mit den Ausbaustufen HSDPA und HSPA+ für das Empfangen von Daten und mit HSUPA für das Versenden von Daten. Damit kann man derzeit mit maximal 21 Mbit/s Daten herunterladen und mit maximal 5,76 Mbit/s hochladen.

Speicherkarten und Antennen

Mit einer Micro-SD-Karte rüstet man einen UMTS-Stick zu einem Speicherstick auf. Viele zeitgenössische Sticks bieten mittlerweile diese Option über einen Micro-SD-Kartensteckplatz. Damit hat man das Internet und alle wichtigen Daten stets in der Hosentasche.

Surfsticks haben eine eingebaute Antenne, will man die Datenfunk-Technik HSPA+ nutzen, muss der Stick zwei physikalisch voneinander unabhängige Antennen an Bord haben, diese Technik wird mit dem Kürzel MIMO bezeichnet. Die integrierte Antenne reicht manchmal nicht aus, um ein genügend starkes Signal zu empfangen oder zu senden. Mit einer externen Antenne kann man den Empfang und damit die Geschwindigkeit deutlich erhöhen, manche Sticks haben eine – manchmal unter der Abdeckung verborgene – Buchse für einen externen Antennenanschluss. Details dazu finden Sie auf der Webseite http://www.surfsticks.de und unter dem Stichwort „Antenne“ auf dieser Webseite.

Gesperrte und freie Sticks

Will man den Anbieter wechseln oder etwa im Urlaub kurzzeitig eine andere Sim-Karte in den Surfstick einlegen, erlebt man oft eine unangenehme Überraschung: Der Stick ist gesperrt über einen sogenannten Sim-Lock. Dann kann ein Stick nur mit einer einzigen Sim-Karte genutzt werden; ist diese beschädigt, muss man Ersatz vom Anbieter anfordern. Hat der Stick nur einen Net-Lock, ist er immer noch auf das Anbieternetz festgelegt. Man kann noch andere Sim-Karten verwenden, jedoch nur von diesem Anbieter. Ob ein Stick gesperrt ist oder nicht, erfährt man vom betreffenden Anbieter; eine Rückfrage lohnt sich hier, zumal die Information selten auf dem Silbertablett präsentiert wird.

In der Regel gilt: Subventionierte Geräte die man umsonst oder stark verbilligt zu einem Tarif dazu bekommt, haben eine Sperre. Kauft man Surfsticks im freien Handel als Herstellermodelle, sind sie immer ohne Sim- oder Net-Lock. Kauft man gebrauchte Sticks eines Mobilfunkbetreibers online, sollte man sich in jedem Fall erkundigen, ob sie gesperrt sind oder nicht. Simlock-freie Surfsticks für die Schweiz gibt es im Internethandel.