Smartphone

Smartphones sind Mobiltelefone, die mehr können als nur telefonieren: Sie haben ein eigenes Betriebssystem und können mit zusätzlichen Programmen (Apps) erweitert werden.

Diese Apps lädt man aus dem Internet auf ein Smartphone herunter. Smartphones sind wahre Alleskönner: Man kann gleichzeitig im Internet surfen, E-Mails senden und empfangen, telefonieren und SMS verschicken. Außerdem können Smartphones Fotos machen, Musik abspielen und meist auch Videos aufnehmen. Die herunterladbaren Apps bringen beispielsweise Büro-Software zum Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten, Navigation, ortsbezogene Dienste wie Stadtführer, dazu Navigation oder Spiele.

Für all dies müssen Smartphone natürlich technisch auf- und ausgerüstet sein. Von herkömmlichen Mobiltelefonen unterscheiden Sie sich durch einen größeren Bildschirm, einen schnelleren Prozessor und mehr Speicherplatz.

Betriebssysteme und Apps

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Betriebssystemen für Smartphones: Da sind erstens die Betriebssysteme, die nur auf einer Gerätemarke laufen – diese heißen „proprietäre“ Betriebssysteme. Daneben gibt es zweitens Systeme, die von mehreren Smartphone-Herstellern genutzt werden.

Zu den Betriebssystemen, die nur auf einer Geräte-Marke laufen, gehören Apples „iOS“ für die iPhones, das „RIM Blackberry OS“ der kanadischen „Research in Motion“ für die Blackberry-Business-Smartphones sowie das Betriebssystem „Bada“ von Samsung, das auf einigen Smartphones des koreanischen Herstellers läuft.

Unter den Betriebssystemen, die auf einer Reihe verschiedener Marken eingesetzt werden, ist Googles Android das bekannteste und derzeit populärste. Dazu kommt in dieser Kategorie Microsofts Windows-Version für Handys und Tablets. Windows wird auf verschiedenen Geräten eingesetzt und ist das Betriebssystem für Nokia-Smartphones der neuen Generation.

Ganz gleich, welches Betriebssystem Sie für Ihr Smartphone nutzen: Es gibt immer einen Online-Laden aus dem Sie Apps herunterladen können. Es gibt die Online-Läden der Smartphone-Produzenten beziehungsweise der Anbieter des Betriebssystems. Es gibt aber auch freie Online-Läden in denen man Apps für unterscheidliche Betriebssysteme kaufen kann.

Die meisten Apps gibt es derzeit für die iPhones von Apple und für die Android-Smartphones. Die Windows-Smartphones und Blackberrys bieten eine ordentliche Grundausstattung aber insgesamt deutlich weniger Programme. Samsungs Bada hat nur wenige Programme und ist auf Spiele und Multimedia ausgerichtet.

Bildschirm und Tastatur

Um sich sinnvoll im Internet zu bewegen, braucht ein Smartphone einen Bildschirm, der größer ist als bei herkömmlichen Handys. Die Größe reicht von 2,8 Zoll (7,1 Zentimeter) bis 4,3 Zoll (10,9 Zentimeter). Viele Smartphones haben nur einen berührungsempfindlichen Bildschirm, über den sie gesteuert werden und keine herkömmliche Tastatur.

Es gibt aber auch Smartphones, die eine sogenannte QWERTZ-Tastatur haben, benannt nach den ersten Buchstaben in der linken oberen Reihe. Bei anderen Smartphones, zum Beispiel Blackberrys, ist diese Tastatur fest unter dem Bildschirm angebracht. Dazu kommen Smartphones mit einer Sondertastatur mit eigenen Bedienelementen wie zum Beispiel Steuerkreuze und –knöpfe für Spiele-Apps.

Prozessor und Speicher

Die Rechenleistung von Smartphones übertrifft die herkömmlicher Handys um ein vielfaches. Die Apps mit ihren vielen Funktionen laufen nur mit rechenstarken Prozessoren. Deren Rechenkraft reicht von etwa 300 Megahertz bis 1,2 Gigahertz – also von 300 Millionen Operationen pro Sekunde bis 1,2 Milliarden Operationen. Je größer diese Zahl ist, die bei der Prozessorleistung angegeben wird, desto schneller kann Ihr Smartphone rechnen.

Für die vielen Programme und Daten brauchen Sie auch Speicher. Smartphones bieten zwischen 256 Megabyte und 32 Gigabyte. Hat das Smartphone selbst nicht genug Speicher, können Sie es oft über eine Micro-SD-Speicherkarte mit zusätzlichem Platz nachrüsten.

Zubehör: Vom Kompass bis zum Radio

Das übrige Zubehör wechselt je nach Modell. Prinzipiell verfügbar sind dabei Elemente wie Höhenmesser, Beschleunigungsmesser, Kompass oder Gyroskop. Ein Gyroskop ist ein Kreiselkompass, der zur Positionsbestimmung genutzt wird – er kann beispielsweise in längeren Tunnels, wenn es keine Funkverbindung gibt, immer noch eine Positionsbestimmung für das Navigationssystem des Smartphones übernehmen. Ein Gyroskop gibt auch Auskunft über die Ausrichtung eines Smartphones, also ob es waagrecht oder senkrecht gehalten wird.

Einige Smartphones haben einen UKW-Radioempfänger. Damit empfangen Sie wie mit einem normalen Radio  UKW-Sender – also über die Rundfunkfrequenzen, und nicht übers Mobilfunknetz; es entstehen also keine Kosten. Hat Ihr Smartphone-Modell so etwas nicht, gibt es auch drahtlose Kopfhörer mit eingebautem UKW-Empfänger. Für Fernsehempfang – ebenfalls ohne Internetanschluss – gibt es auf einigen wenigen  Smartphones einen DVB-T-Empfänger, mit dem man digitales, terrestrisches Fernsehen kostenlos auf den Smartphone-Bildschirm bekommt.

Die Verbindungen – von Bluetooth bis WLAN

Smartphones können auf verschiedene Arten eine Verbindung zum Internet aufbauen. In GSM-Netzen der zweiten Generation verwenden sie GPRS und EDGE; in UMTS-Netzen der dritten Generation funken sie mit HSDPA und HSUPA, manche auch mit HSPA+. In den USA gibt es bereits erste Smartphones mit der neuen Funktechnik LTE.

Ist ein WLAN-Router in der Nähe, etwa zu Hause, im Büro oder an öffentlichen Hotspots, können Smartphones darüber online gehen, ohne sich per Mobilfunk verbinden zu müssen. Das spart Datenvolumen und damit Geld. Achtung: In angloamerikanischen Produktbeschreibungen wird die WLAN-Funktechnik mit Wifi bezeichnet, manchmal findet man diesen Ausdruck auch in Datenblättern vom Smartphones.

Dazu kommt bei vielen Smartphones die Datenfunktechnik Bluetooth, damit kann man Daten zwischen Smartphone und PC austauschen, aber nur auf kurze Distanz. Bluetooth wird auch genutzt um externe Geräte wie Freisprech-Anlagen oder Kopfhörer drahtlos anzuschließen. Für das Navigieren mit dem Smartphone steht die Ortungstechnik GPS zur Verfügung, mittlerweile auch die weiterentwickelte Variante A-GPS. Mit GPS werden, ebenso wie bei Navigationsgeräten im Auto, Satellitendaten zur Positionsbestimmung genutzt.