Datenkarten

Datenkarten bezeichneten in der Frühzeit des Mobilfunks ein Funkmodem in Kartenform. Eine Datenkarte ist eine Sende- und Empfangsstation, die an den Laptop angeschlossen wird.

Der Steckplatz hat die Form eine Schachts, der in Notebooks oder Laptops eingebaut ist.  In der Frühzeit des schnellen Mobilfunks begann beispielsweise der Schweizer Mobilfunk-Betreiber Orange 2005 mit dem Verkauf solcher Funkmodems. Die entsprechende  Datenkarte bot in UMTS-Netzen eine Spitzengeschwindigkeit von 1,8 Megabit pro Sekunde.

Der Ausdruck Datenkarte steht heute umgangssprachlich für ein anderes Stück Hardware: Die Sim-Karte, mit der ein Abo für mobiles Internet auf dem Notebook gebucht wird.

Mobiles Internet: Am Anfang steht die Datenkarte

Im September 2004 startet die Swisscom einen Datentarif für Laptops – natürlich mit einer Datenkarte. Diese Karte beherrscht UMTS, in GSM-Mobilfunk-Netzen die Datenfunktechnik GPRS und sie kann noch per WLAN in lokalen Netzen ins Internet gehen.

2005 haben Swisscom und Orange schon je zwei Datenkarten im Angebot; Sunrise plant die Einführung der Datenkarte. Diese Steckkarten für das Notebook gibt es bei Swisscom einmal mit UMTS und GSM samt GPRS, die zweite Karte ist nur im GSM-Netz nutzbar und neben GPRS mit dem Datenbeschleuniger EDGE ausgerüstet. Beide Swisscom-Karten haben sind mit WLAN ausgerüstet, um diese Technik in kleinen lokalen Netzen zu nutzen. Die Karten wählen automatisch das schnellste verfügbare Netz. Auch Orange hat zwei dieser Steckkarten im Angebot, beide mit GPRS in GSM-Netzen und mit  UMTS, eine Karte beherrscht zusätzlich noch WLAN.

Unter Geschäftsleuten waren Notebooks mit solchen Datenkarten 2006 das Optimum an mobilem Büro:  „Wer die Möglichkeiten mobiler Datenkommunikation ausschöpfen will, setzt auf das Notebook mit Datenkarte“ schrieb die Handelszeitung damals.

Heute sind Datenkarten bei den Netzbetreibern nicht mehr zu kaufen, sie wurden durch die USB-Modems ersetzt, die deutlich weniger Platz am Notebook in Anspruch nehmen.