16.12.2014

Wifi mit 4,6 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s)

Der Hardware-Hersteller Samsung will die Wireless LAN-Übertragungsraten beschleunigen. Mit der neuen 60-GHz-Technologie sollen sich die Surfgeschwindigkeit verfünffachen. Die W-Lan-Datenrate läge dann bei 4,6 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s).

Neuer W-Lan-Standard bietet viele Vorteile

Samsung arbeitet an einer neuen Wlan-Technologie, die fünfmal schneller sein soll als der derzeit schnellste ac-Standard. Die Wifi-Surfgeschwindigkeiten sollen mit der neuen Technologie bei 4,6 Gbit/s liegen. Damit können beispielsweise große Video-Dateien innerhalb von drei Sekunden von einem Gerät auf ein anderes übermittelt werden, erklärte Samsung in seinem Blog http://global.samsungtomorrow.com/. Die Technik bietet noch weitere Vorteile: So soll auch das Streamen von unkomprimierten Full-HD-Inhalten problemlos per Wireless LAN möglich sein.

Für die neue Wifi-Technik nutzt Samsung das noch unerschlossene Frequenzspektrum im Bereich von 60 Gigahertz (GHz). Im Laufe des nächsten Jahres soll die kommerzielle Nutzung in diesem Frequenzbereich starten. Aktuell kommen für Wireless Local Area Network-Mobilfunknetze die Frequenzen von 2,4 und 5 GHz zum Einsatz. Die maximalen Übertragungsraten liegen dabei bei 108 Megabyte in der Sekunde.

Erste Geräte für Wlan mit 4,6 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) ab 2015

Das 60-GHz-Spektrum hat einen weiteren Vorteil: Es soll Samsungs 802.11ad-Standard die uneingeschränkte Nutzung mehrerer Geräte im gleichen Netzwerk ermöglichen. Bei den aktuellen Technologien treten immer wieder Störungen auf, wenn  sich mehrere Geräte denselben Kanal teilen. Dadurch wird der Datendurchsatz erheblich eingeschränkt. Laut Samsung soll mit dem neuen Wifi-Standard der zum Teil große Abstand zwischen theoretischen und tatsächlichen Geschwindigkeiten verkleinert werden.

Erste Geräte, die den 802.11ad Wireless LAN Standard unterstützen, sollen 2015 erhältlich sein. Das Portfolio soll dabei Hardware aus dem Bereich Telekommunikation wie Router, Smartphones oder Tablets umfassen, aber auch Geräte aus dem medizinischen Bereich oder Logistik-Anwendungen berücksichtigen. Sogenannte Smart-Home-Lösungen sind ebenfalls in Planung.

Autor: ES