30.10.2014

5G in der Schweiz: Konkrete Pläne der EU

Die EU und Südkorea wollen bei der Entwicklung des 5G-Mobilfunks eng zusammenarbeiten. Ziel sei die Entwicklung eines globalen Standards, der das stetig steigende Datenaufkommen abfangen kann.

5G als wirtschaftliches und gesellschaftliches „Lebenselixier“

Bei der Entwicklung und Erforschung der fünften Mobilfunkgeneration (5G) will die EU mit Südkorea kooperieren. Das Ziel beider Kooperations-Partner sei die gemeinsame Erforschung von Netz-Entwicklung und –Ausbau der 5G-Technik. Damit wolle man zusammen auf globale Standards hinarbeiten, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die beide Partner im Sommer in Seoul unterzeichnet haben. Einig sei man sich auch darüber, dass für den 5G-Standard ein "harmonisiertes Frequenzband" festgelegt werden müsse, das nicht nur in einzelnen Ländern gilt.

Europäische Forschungsgruppen tüfteln bereits fleißig an der 5G-Technik. Erste Tests sollen ab 2020 starten. "5G wird nicht nur schneller sein, es wird auch neue Funktionen und Anwendungen mit hohem sozialen und wirtschaftlichen Wert bringen", betonte die EU-Kommission. Ein kompletter Spielfilm soll dann beispielsweise binnen weniger Sekunden auf ein Smartphone oder Notebook geladen werden. Schon jetzt sieht die Vizepräsidentin der EU-Kommission für die digitale Agenda, Neelie Kroes, 5G als neues "Lebenselixier der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft".

Gemeinsame Forschung startet 2016

Die gemeinsamen Forschungsprojekte zwischen EU und Südkorea sollen 2016 starten. Kroes hatte bereits im Februar 2014 mitgeteilt, dass die EU die Forschung und Entwicklung im Rahmen des europäischen METIS-Projekts mit rund drei Milliarden Euro finanziert. Im METIS arbeiten insgesamt 30 Partner zusammen – darunter auch etliche aus Deutschland.

Im vergangenen Jahr konnte der südkoreanische Konzern Samsung im 28-Gigahertz-Band Datenraten von 1 Gigabit pro Sekunde messen. Die 28-GHz-Technik von Samsung könnte als ein Stützelement der 5G-Netze zum Einsatz kommen – und zwar als Kapazitätserweiterung auf den Strecken zwischen den Netzelementen.

Mit der Mobilfunktechnik der fünften Generation sollen die heute schnellsten Mobilfunknetze mit der LTE-Technik entlastet werden. Schätzungen zufolge soll sich die Zahl der Mobilfunkgeräte bis 2020 verzehnfachen. Doch noch steht die Entwicklung von 5G am Anfang. Technische Details sind bisher völlig offen.

ES