25.08.2014

Mobiles Internet: Datenvolumen sparen - so gehts

Die meisten Telekommunikationsanbieter bieten ihre Internet-Flatrates nur mit einem begrenzten Volumen an. Danach können Nutzer nur noch mit einer extrem langsamen Übertragungsrate online gehen. Mit diesen Tipps lässt sich die lästige Surfvolumen-Drosselung hinauszögern.

Das USB-Stick-Portal www.internet-stick.de hat einen Ratgeber über sparsames Surfen erstellt.

Zunächst sollten Nutzer ihr verbrauchtes Datenvolumen regelmäßig überprüfen. Dazu gibt es sogenannte Datenzähler-Apps. Diese sind bei Endgeräten mit iOS (iPhone) oder bei Windows Phones bereits vorinstalliert. Ähnliche Funktionen gibt es auch für Smartphones oder Tablets mit dem Betriebssystem Android – allerdings erst ab der Version 4.0. Auf Vorgängermodellen muss dazu eine separate App heruntergeladen werden: zum Beispiel Netcounter, Mobile Counter oder Traffic Counter.

So haben Sie den besten Überblick darüber, wann das maximale Surfvolumen erreicht ist und damit die Download-Geschwindigkeit gedrosselt wird. Mit ein paar Tricks können Sie jedoch frühzeitig eingreifen und die Drosselung noch etwas hinauszögern.

Opera Mini hilft Volumen sparen und senkt Datenverbrauch

Am datenintensivsten sind Websites mit Videos und Bildern. Hier kann der Datenverbrauch reduziert werden, indem in den Einstellungen des Mobilebrowsers das Laden von Bildern und Videos ausgeschalten wird. Wer jedoch nicht auf Bilder verzichten will, der sollte auf sparsame Browser wie Opera Mini umsteigen. Dieser komprimiert die aufgerufenen Webseiten automatisch und senkt so den Datenverbrauch.

Ein absoluter Datenkiller können Apps sein. Wer mobile Anwendungen nicht regelmäßig nutzt, sollte sie auf jeden Fall deinstallieren. Denn oft laufen sie unbemerkt im Hintergrund weiter und verbrauchen das Datenvolumen, obwohl sie nicht aktiv genutzt werden. Gleiches gilt für Hintergrund- und Synchronsisierungsdienste: also etwa durch das automatische Abgleich von Emails, Kontakten und Kalendern. Ebenfalls sehr datenintensiv sind Cloud-Dienste wie iTunes, Google Drive oder Dropbox. Und auch Ortungsdienste sowie GPS-Funktionen verbrauchen das Download Volumen schnell, außerdem saugen sie stark am Akku.

Downloads besser über W-Lan

Um Ihr Datenvolumen weiter zu schonen, sollten Sie es auch vermeiden größere Datenmengen von unterwegs herunter zu laden. Meist können Dokumente, Musik oder Aktualisierungen vorausschauend heruntergeladen werden, zum Beispiel über eine Wlan-Verbindung. Ist ein Download von unterwegs allerdings nicht zu vermeiden, dann sollten Sie zumindest auf eine gute Internetverbindung achten. Andernfalls könnte die Verbindung während des laufenden Downloads abrechen und ihn damit anhalten. Das wiederum belastet das Datenvolumen unnötig.

Prinzipiell gilt natürlich, wer sich oft in ein offenes Wireless Local Area Network einwählt und über dieses ins Internet geht, schont sein tarifliches Inklusivvolumen. In einigen Städten wie Berlin oder München gibt es Pilotprojekte für solche frei zugänglichen Netzwerke. Aber auch in vielen öffentlichen Einrichtungen wie an Bahnhöfen, in Restaurants, Cafés oder in Hotels steht Ihnen ein Wireless Local Area Network-Netz zur freien Verfügung.

Sicherheitsrisiko von offenen Wireless LAN-Netzen

Allerdings sollte dabei auf jeden Fall das Sicherheitsrisiko bedacht werden. In einem öffentlichen Wifi-Netz kann es passieren, dass Unbekannte E-Mails oder Datenströme abfängt und mitliest. Daher sollten Sie vertrauliche Mails oder gar Bankgeschäfte nicht über ein offenes Wlan schreiben beziehungsweise tätigen.

Für alle anderen Anwendungen bleiben offene Wifi-Netze jedoch die beste Möglichkeit das eigene Datenvolumen zu schonen. Aber auch die übrigen Tipps zögern die Daten-Drosselung weiter heraus. Wer also ein paar kleine Einschränkungen beim mobilen Surfen hinnehmen kann, bewegt sich auch bei geringem Inklusivvolumen bis zum Ende des Abrechnungszeitraums ohne Schneckentempo durch das Internet.

Autor: Boe