27.02.2012
LTE in der Schweiz: Pilotprojekte und Frequenz-Versteigerung
In Deutschland ist LTE (Long Term Evolution) seit Ende 2010 verfügbar. In der Schweiz steckt die schnelle Funktechnik noch in den Kinderschuhen. Erste Pilotnetze sind in Betrieb; kommerzielle Netze gibt es noch nicht.
Erstes Test-Netz in Davos
Mit Davos wurde im November 2011 die erste Schweizer Stadt vom Netzbetreiber Swisscom an das LTE-Pilotnetz angeschlossen. Weitere Pilotnetze sollen in Grindelwald, Gstaad, Leukerbad, Montana, Saas Fee und St. Moritz/Celerina folgen.
Zusätzlich soll die schnelle Funktechnik in größeren Städten auch in elf Swisscom-Shops getestet werden. Dort sollen Download-Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich sein.
Derzeit (Alle Angaben Stand Februar 2012) stehen in der Schweiz mit der HSPA-Technik Maximal-Geschwindigkeiten von 42 Mbit/s zur Verfügung.
Versteigerung der LTE-Frequenzen
Mitte Februar 2012 wurden in der Schweiz die Mobilfunkfrequenzen versteigert. Laut der zuständigen eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) brachte die Auktion Einnahmen in Höhe von 996 Millionen Schweizer Franken. Die ComCom hatte im Vorfeld der Auktion das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) angehalten, alle Mobilfunkfrequenzen an die drei Bieter Orange, Sunrise und Swisscom zu versteigern.
Insbesondere der 800-Megahertz(MHz)-, der 1800-MHz- und der 2600-MHz-Bereich hatten das Interesse der Netzbetreiber auf sich gezogen. Der Grund: Diese Frequenzen sollen künftig das hohe Datenaufkommen in den LTE-Netzen stemmen.
Dabei wird das Ziel verfolgt, dass mit LTE bis zu viermal mehr Surfer das Schweizer Mobilfunknetz nutzen und somit mehr Daten übertragen werden können.
Autor: ES
