25.10.2011

Neuer Sprachklang am Telefon bei Orange Schweiz

Orange Schweiz hat einen neuen Standard fürs mobile Telefonieren eingeführt: Mitte Oktober wurde die Technik „HD Voice“ im gesamten UMTS-Netz des Mobilfunkbetreibers aktiviert.

HD Voice verspricht ein klares und deutliches Klangbild beim Telefonieren. Mit der Technik wird ein breiteres Spektrum an Tönen widergegeben als mit den traditionellen Mitteln, die bislang sowohl beim Telefonieren in Festnetzen als auch in Mobilfunknetzen eingesetzt werden. Allerdings kommt HD Voice einstweilen nur wenigen Kunden zugute.

Breites Spektrum sorgt für Klangqualität

„Nix verstehen war gestern“ so freute sich die „Neue Zürcher Zeitung“ über eine neue Art der Sprachtelefonie. In traditionellen Systemen betrage die Silbenverständlichkeit nur 91 Prozent, die Buchstaben „S“ und „F“ beispielsweise ließen sich beim Telefonieren kaum unterscheiden, so meint Peter Vary, Professor der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen.

Das hat Gründe: Traditionelle Systeme geben ein Klangspektrum von 200 Hertz bis 3,3 Kilohertz wieder. Bei High Definition Voice  reicht dieses Spektrum von 50 Hertz bis 7 Kilohertz. Traditionelle Telefonsysteme nehmen vereinfacht gesagt die Rede etwa 8000 Mal pro Sekunde auf, High Definition Voice erreicht hier den doppelten Wert. Das ergibt in der Summe ein deutlich besseres und realistischeres Klangbild. Die neue Technik ist auch unter dem englischen Ausdruck „Wideband Voice“ bekannt.

Einstweilen profitieren nur wenige Orange-Kunden davon

Orange erreicht mit seinem UMTS-Netz, eigenen  Angaben zufolge zwar rund 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Einstweilen werden aber nur wenige Kunden in den Genuss der Vorteile  von HD Voice kommen.

Denn erstens müssen beide Gesprächsteilnehmer über Geräte verfügen, die diese Technik beherrschen. Zweitens müssen Sie sich im gleichen Netz befinden, in diesem Fall dem von Orange – denn nur dieses Netz bietet diese Technik. Die beiden anderen Mobilfunkbetreiber, Swisscom und Sunrise wollen HD Voice einstweilen nicht einführen, so meldet die „Neue Zürcher Zeitung“.

Autor: et