23.07.2011

Sunrise: Kein Voice-over-IP für Privatkunden

Privatkunden dürfen beim Schweizer Mobilfunkbetreiber Sunrise mit ihrem Datenabo fürs Smartphone keine Internet-Telefonate mehr führen.

Ebenfalls untersagt ist es, das Handy als Modem für den Laptop benutzen, also so genanntes „Tethering“ betreiben. Entsprechende Änderungen im Kleingedruckten, also den Geschäftsbedingungen, gibt es schon seit Herbst 2010, allerdings fielen sie erst ein knappes Jahr später den Betreibern des Schweizer Blogs „MacMacken“ auf. Sunrise erklärte die Maßnahme mit Fürsorge für seine Kundschaft. Die Einschränkung gilt demzufolge allerdings nur für Privatkunden, nicht für Firmenkunden.

„Mobilnetze nicht auf Internet-Telefonie ausgelegt“

„Mobiles Internet mit einem Mobilabo oder einer Zusatzoption ist auf Datenverbindungen ohne VoIP mit einem einzigen Mobiltelefon beschränkt ohne Nutzung mit daran angeschlossenen Geräten, Modems oder Geräten mit eingebautem Modem“ so heißt der entsprechende Passus des Anstoßes.

Apps wie „Skype“ dürfen demzufolge auf den Smartphones bei Sunrise nicht eingesetzt werden, auch einen Laptop ans Handy anzuschließen und über diese Verbindung zu surfen ist nicht erlaubt.

Auf Nachfragen erklärte der Konzern gegenüber der Webseite „inside-it.ch“ man könne bei der Nutzung von VoIP, also dem Führen von Internet-Telefonaten übers Smartphone die Qualität  nicht gewährleisten. Gegenüber „pctipp.ch“ hieß es ergänzend, die Regelung gelte nur für Privatkunden, Geschäftskunden könnten Programme wie Skype auf den Smartphones nutzen. Die Sprachqualität könne aber unbefriedigend sein, weil die Mobilfunknetze nicht auf Datenmengen ausgelegt seien, die bei Internettelefonie anfallen. Daher habe man Privatkunden dies untersagt.

Autor: et