Netzabdeckung

Wie gut Sie im mobilen Internet unterwegs sind, hängt auch davon ab, wie gut das Netz ausgebaut ist - also an welchem Ort welche Datenfunk-Technik eingesetzt wird.

 

Der technische Ausdruck dafür ist Netzabdeckung. Ganz gleich welchen Tarif Sie unter welchem Namen wo kaufen – sobald Sie in der Schweiz mobiles Internet beziehungsweise mobiles Telefonieren nutzen, sind Sie in einem von drei Netzen unterwegs: Dem der Swisscom, dem von Orange oder dem von Sunrise. Denn mehr Netze gibt es nicht. Auch wenn Sie einen Tarif mit einem anderen Namen von einem anderen Anbieter gekauft haben, nutzen Sie also eines dieser drei Netze. Wie gut Sie versorgt sind, hängt von der jeweiligen Netzabdeckung ab.

Viele weiße Flecken – aber am Wohnort ist man gut versorgt

Wenn Sie die Netzabdeckungskarten der drei Netzbetreiber sehen, dann bemerken Sie sofort: Es gibt viele weiße Flecken. Das ist geographisch bedingt, man kann die Schweiz einfach nicht flächendeckend ausbauen.

Das ist nicht weiter schlimm – schließlich muss man ja nicht an jedem Gipfelkreuz oder in jeder Waldschlucht mobil ins Internet gehen. Die Netzbetreiber konzentrieren sich im Wesentlichen auf die besiedelten Gebiete und versuchen so vielen Menschen wie möglich mobilen Zugang zum Internet zu bieten. Am stärksten sind die GSM-Netze ausgebaut, die können bis zu 99 Prozent der Schweizer Bevölkerung erreichen.  Diese kann man nur bedingt fürs Internet nutzen, sie sind vergleichsweise langsam. Die UMTS-Netze mit schnellem mobilem Internet gibt es im Wesentlichen entlang der  Hauptverkehrsrouten in den Tälern.

Netzabdeckung bei Swisscom

Das mit der Datenfunktechnik EDGE aufgerüstete GSM-Netz der Swisscom deckt, eigenen Angaben zufolge, rund 99 Prozent der Bevölkerung ab. Mit schnellen Surfgeschwindigkeiten könne man mehr als 93 Prozent der Schweizer versorgen, so die Swisscom. Allerdings macht das Unternehmen keine Angaben darüber, welche Geschwindigkeiten man damit meint und welche Datenfunktechniken dafür eingesetzt werden.

Die Netzabdeckung der Swisscom finden Sie auf dieser Webseite http://gis2.begasoft.ch/gis/pages/ch.bgs.googlegis.gwt.GMapSwisscomNetzabdeckung/swisscomNetzabdeckung.jsf?lang=de. Abgefragt werden können die Netzabdeckung des mit der Datenfunktechnik EDGE aufgerüsteten langsameren GSM-Netzes und die Abdeckung des schnelleren UMTS-Netzes. Entscheidend für die Nutzung von mobilem Internet ist die Abfrage, wo HSPA zur Verfügung steht – dies ist die schnellste derzeit in der Schweiz in weiten Teilen zur Verfügung stehende Datentechnik.  Die Abdeckung am eigenen Standort kann man hier erfragen http://212.60.52.171/frame.php?site=swisscom_mobile&lang=de&resol=1024x768&layers=gsm

Netzabdeckung bei Sunrise

Sunrise erreicht mit seinem GSM-Netz eigenen Angaben zufolge 99,8 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Mit dem für schnellen Datenfunk geeigneten UMTS-Netz und der Zusatztechnik HSPA kann man 80 Prozent der Schweizer eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 7,2 Megabit pro Sekunde anbieten.  An 400 meist städtischen Mobilfunkstandorten von Sunrise gibt es HSPA+, mit einer theoretischen Höchstgeschwindigkeit von 21Mbit/s.

Die Netzabdeckung von Sunrise gibt es hier http://maps.sunrise.ch/coverage.php. Die Karte unterscheidet zwischen dem mit der Datenfunktechnik EDGE aufgerüsteten GSM-Netz und dem mit HSDPA aufgerüsteten UMTS-Netz, dem am besten für mobiles Internet geeigneten Netz. Beim fürs mobile Internet optimierten UMTS-Netz wird noch einmal unterscheiden zwischen Gegenden, in denen der Empfang im Freien möglich ist und solchen, in denen man auch in Gebäuden mobil ins Internet gehen kann.

Netzabdeckung bei Orange

Orange erreicht mit seinem GSM-Netz eigenen Angaben zufolge über 99 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Das ist allerdings derzeit nur mit der Datenfunktechnik GPRS ausgerüstet und soll nun mit der schnelleren Datenfunktechnik EDGE nachgebessert werden. Über die Reichweite seines UMTS-Netzes und der Datenfunktechnik HSPA macht das Unternehmen keine Angaben.

Die Netzabdeckungs-Karte von Orange finden Sie hier http://www1.orange.ch/de/support/coverage/swiss-coverage/. Die Karte zeigt, wo Sie mit dem Smartphone per GSM und der Datenfunktechnik GPRS ein paar Infos aus dem Netz holen können und wo man mit UMTS und HSPA einigermaßen flott durchs mobile Internet kommt.