Surfgeschwindigkeit

In der Schweiz liegt die theoretische Spitzengeschwindigkeit für mobiles Internet derzeit bei 42 Megabit pro Sekunde im Download und 5,76 Megabit pro Sekunde im Upload.

Erzielt werden diese Werte mit den Datenübertragungstechniken HSPA+ beziehungsweise HSUPA in UMTS-Netzen.

Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz damit im oberen Mittelfeld. Allerdings sind diese Spitzengeschwindigkeiten rein theoretischer Natur: In der Realität teilen sich alle Nutzer einer Mobilfunkzelle – also alle, die am gleichen Sendemast eingeloggt sind – dieses Tempo. Solche Geschwindigkeiten könnten Sie erzielen, wenn Sie an einem Mobilfunkmast sitzen, der um diese Uhrzeit nur von Ihnen genutzt wird – ein wenig realistisches Szenario. Wir sagen Ihnen, wovon das Tempo einer Verbindung abhängt und welche Geschwindigkeiten Sie in der Realität erwarten.

Die Tempobremsen

Ein Faktor, der das theoretische Höchsttempo herunterdrosselt, ist die Zahl der Menschen, die gleichzeitig mit Ihnen über den gleichen Mobilfunkmast Ihres Netzbetreibers online gehen. Der zweite Faktor, der Sie ausbremst ist der eigene Standort. Der kann  mal näher mal weiter vom Sendemast liegen, je weiter Sie weg sind, desto schwächer ist das Signal. Zwischen Ihnen und dem Sendemast können außerdem allerlei Hindernisse liegen, die das Funksignal abschwächen. Dazu gehören auch die Mauern des Gebäudes, in dem Sie sich befinden, Stahlbeton beispielsweise wirkt hier besonders störend. Generell ist der Empfang außerhalb eines Gebäudes besser als innerhalb eines Gebäudes.

Auch Ihre Ausrüstung spielt eine Rolle. Wenn Sie beispielsweise die neueste und schnellste Datenfunktechnik HSPA+ nutzen wollen, brauchen Sie einen Surfstick, der auf zwei physikalisch voneinander unabhängigen Antennen  die Signale des Mobilfunkmastes empfängt. Haben Sie keinen solchen Surfstick, können Sie auch das Tempo, das real bei Ihnen zur Verfügung steht, nicht optimal nutzen. Ein kleiner Tipp in Sachen Antennen: Sie können ein schwaches Funksignal verbessern, indem Sie beispielsweise eine externe Antenne an den Surfstick anschließen.  Näheres finden Sie unter dem Stichwort Antennen auf dieser Webseite.

Der letzte Faktor, der das Tempo entscheidend beeinflusst, ist die an Ihrem Standort verfügbare Mobilfunktechnik. Wenn Sie am Standort beispielsweise nur ein GSM-Netz haben werden Sie deutlich langsamer surfen, als in einem mit HSPA+ aufgerüsteten UMTS-Netz. Welche Betreiber welche Techniken wo anbieten: Dieses Infos gibt es unter Netzabdeckung auf dieser Seite.

Und so viel Tempo gibt´s im realen Leben

Beim Herunterladen von Daten kann man in der Stadt je nach Netzbetreiber zwischen 1,5 und 3  Megabit pro Sekunde erwarten, auf dem Lande sind es zwischen über 600 Kilobit pro Sekunde  und 2,5 Mbit/s. Diese Werte ermittelte die Zeitschrift „connect“ in ihrem Netztest 2010 für das Schweizer Mobilfunknetz. An diesen Werten können Sie sich orientieren, wenn Sie abschätzen wollen, welche realen Geschwindigkeiten  ein Netzbetreiber anbietet.