Mobiles Surfen in der Schweiz

Das mobile Internet ist in der Schweiz beliebter als bei den deutschsprachigen Nachbarn: 55 Prozent der Schweizer surfen täglich mobil. In Österreich sind es noch 51, in Deutschland nur 43 Prozent.

Dies zeigt die im Mai 2010 veröffentlichte Studie Mobile Web Watch 2010 des Management-Beratungs- und Technologie-Dienstleisters Accenture.

In der Schweiz teilen sich drei Anbieter den Markt für mobiles Internet auf. Der größte ist mit weitem Abstand Swisscom (Marktanteil Ende 2010: 61,9), gefolgt von Sunrise (21,4) und Orange (16,7).

Maßgeschneiderte Angebote

Ob für das Smartphone oder das Notebook, die Mobilfunkbetreiber bieten eine Fülle von Tarifen. Der Kunde hat die Wahl zwischen Abos mit Flatrate oder unterschiedlichen Datenpaketen.

Für junge Leute unter 26 Jahren bietet die Swisscom spezielle Tarife an. Orange versucht mit speziellen Eltern-Kind-Tarifen samt Kostenkontrolle zu punkten. Die Qual der Wahl zwischen Flatrate oder Paketpreis hat der Kunde auch bei Sunrise. Hier erhalten Kunden unter 27 Jahren eigens auf sie zugeschnittene Angebote.

Provider bieten kaum Abos

Die verschiedenen Mobilfunkanbieter, die für ihre Tarife die Netze der Mobilfunkbetreiber nutzen, haben unterschiedliche Tarife für die mobile Telefonie im Angebot, dagegen sieht es beim mobilen Internet eher mager aus. Kunden von Coop Mobile können zwischen Tarifen für das mobile Internet per Handy wählen, die sie zu ihrem Telefontarif dazu buchen können, bei Red Bull mobile gibt es im Abo neben Telefonieren und SMS noch Internet. Bei anderen Providern surft man per Smartphone allenfalls mit GPRS-Tempo durchs mobile Internet.

Die Schweizer Provider legen ihren Schwerpunkt eher auf Prepaid-Angebote beim mobilen Telefonieren und bei SMS; echte Datentarife bleiben bei den großen Netzbetreibern.